Behandlungsangebot

Akupunktur

Die wohl bekannteste Anwendung der TCM ist die Akupunktur. Die heutige Therapieform, welche dem chinesischen Standard entspricht, wird im Westen seit etwa dreissig Jahren praktiziert. Traditionell wird unter Akupunktur die Regelung des Qi-Flusses im Leitbahnsystem verstanden. Ein dichtes energetisches Netzwerk von Kanälen (Meridianen) in unserem Körper gewährleistet die Kommunikation zwischen den Organen und der Körperoberfläche. Bei der Akupunktur werden an definierten Punkten entlang dieser Meridiane sehr feine Nadeln platziert, um den Energiestrom (Qi) zu regulieren und somit die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. In Kombination mit der Akupunktur werden teilweise Moxibustion, Stromstimulation und Schröpfen eingesetzt.

Ohr-Akupunktur

Speziale Samenkörner werden an bestimmten Punkten auf dem Ohr angebracht und durch sanften Druck werden die entsprechenden Organe stimuliert.

Die Indikationen dieser Therapieform sind umfangreich. Gute Dienste leistet diese Behandlungsform unter anderem bei Schmerzen, bei Schlafstörungen und bei der Entwöhnung von Suchtkranken.

Moxibustion

Die Moxibustion, auch Moxa-Therapie genannt, wärmt die Akupunkturpunkte durch das Abbrennen von getrockneten und gepressten Blättern des Beifuss ( Artemisia vulgaris ). Als Heil- und Gewürzpflanze ist der Beifuss sowohl in China als auch in Europa bekannt.

Das Moxakraut enthält heilende ätherische Öle, welche beim Erwärmen der Akupunkturpunkte zusätzlich einen anregenden und stärkenden Einfluss auf das Immunsystem und den Energiefluss haben.

Schröpfen

Mittels Feuer wird in einer Glaskugel ein Vakuum erzeugt. Die Glaskugel wird daraufhin sofort auf der Haut angesetzt, damit sie sich festsaugt. Durch den Sog wird Blut aus den Gefässen in das Gewebe gezogen, was als blauer Fleck erkennbar wird. Die Therapie l wird bei Erkältungskrankheiten, Muskelverspannungen und Schmerzzuständen gebraucht. Das Schröpfen wurde und wird in allen Teilen der Welt unabhängig voneinander entwickelt und angewendet.

Gua Sha

Mittels breitkantigem Keramiklöffel wird die Haut an bestimmten Zonen geschabt bis blau-rote Striemen entstehen. Diese Methode ist in China ein bewährtes Hausmittel, um Erkältungen zu bekämpfen.

Anwendungsmöglichkeiten

Anwendungsmöglichkeiten nach WHO

Die Liste führt Krankheiten und Störungen auf, die sich erfahrungsgemäss besonders effizient mit TCM behandeln lassen. Die Angaben stützen sich auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die Liste ist nicht vollständig, sondern will auf die vielfältigen Wirkungsweisen der TCM hinweisen.

Allergien/Hauterkrankungen

Heuschnupfen, Asthma, Akne, Ekzeme (z.B. Neurodermitis), Psoriasis (Schuppenflechte).

Gynäkologie/Urologie

Menstruationsstörungen, Blasenentzündung, Sexual- und Fruchtbarkeitsstörungen, Schwangerschaft und Geburt, Beschwerden in den Wechseljahren.

Infekte mit chronischem Hintergrund

Akute und chronische Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen), Akute und chronische Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut), Akute und chronische Konjunktivitis (Entzündung der Bindehaut od. der Hornhaut des Auges), Allg. Erkältungskrankheiten, Pharyngitis (Entzündung der Rachenschleimhaut, akuter Katarrh).

Innere Krankheiten

Anämie (Blutarmut), Bronchitis, Hypertonie (Bluthochdruck), Fettleibigkeit, Diabetes mellitus (krankhafte Erhöhung des Blutzuckers), Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Hämorrhoiden, Krampfadern.

Magen- und Darmerkrankungen

Übersäuerung des Magens, Obstipation (Verstopfung), Diarrhöe (Durchfall), Akute und chronische Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut), Magengeschwür, Colitis ulcerosa (chronische Entzündung der Darmschleimhaut), Morbus Crohn (chronisch entzündliche Erkrankung von Magen und Darm).

Neurologische Krankheiten

Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen), Ischialgien (Schmerzen der Lendenwirbelsäule z.B. Hexenschuss), Periphere Neuropathien (Nervenleiden), Trigeminusneuralgie (Schmerzattacken im Gesicht), Behandlungen nach Schlaganfall, Kopfschmerz / Migräne.

Orthopädische Krankheiten

Chronische Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Arthritis und Arthrose, Rheumatische Erkrankungen, Epikondylitis (Tennisellbogen), Schulter-Arm-Syndrom, Nackenschmerz, Nackensteife.

Sonstige Krankheiten/Beschwerden

Alkoholmissbrauch, Drogenmissbrauch, Depressive Zustände, Psychische Störungen, Nervöse Erschöpfungszustände, Schlafstörungen.